Interaktives Etiketten-Lexikon
Das vollständige Kompendium der Kennzeichnungstechnologie
A
Adhäsion: Physikalische Anziehungskraft zwischen Kleber und Oberfläche.
Anilox-Walze: Keramikwalze zur exakten Dosierung der Farbmenge im Flexodruck.
B
Bleed (Beschnitt): Überstand des Druckbildes zur Vermeidung weißer Kanten.
Booklet-Etikett: Mehrseitiges Etikett in Form einer kleinen Broschüre.
C
Corona-Behandlung: Elektrische Vorbehandlung von Folien zur besseren Farbanhaftung.
CLP-Verordnung: EU-Vorgaben zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien.
D
Delta E (ΔE): Maßeinheit für den Farbabstand zum Referenzwert.
Dry-Peel: Etikettenlage, die sich rückstandsfrei und trocken abziehen lässt.
E
Erstöffnungsschutz: Mechanische Sicherung (Tamper Evident), die Manipulationen sichtbar macht.
Euroskala: Standard-Farbsystem für den Vierfarbdruck (CMYK).
F
FINAT: Internationaler Dachverband der Etikettenindustrie (definiert Wickelrichtungen).
Flexodruck: Direktes Hochdruckverfahren mit flexiblen Druckplatten.
G
Glassine-Papier: Hochverdichtetes Trägerpapier, meist transparent für Lichtschranken.
GHS: Global harmonisiertes System zur Kennzeichnung von Gefahrstoffen.
H
Hotmelt (Schmelzkleber): Klebstoff auf Kautschukbasis mit extrem hoher Anfangshaftung.
Heißfolienprägung: Veredelungstechnik mittels Hitze und Metallfolie.
I
Initial Tack: Die Klebkraft eines Etiketts im Moment des ersten Kontakts.
Inkjet: Digitales Druckverfahren durch gezieltes Aufspritzen von Tintentropfen.
J
Jumbo-Rolle: Große Vorratsrolle des Etikettenmaterials vor der Konfektionierung.
K
Kohäsion: Der innere Zusammenhalt der Klebstoffmoleküle (verhindert Ausbluten).
Klischee: Die elastische Druckplatte, die im Flexodruck die Farbe überträgt.
L
Low-Migration: Spezielle Farben für Lebensmittel, die nicht durch das Material wandern.
Liner: Das Trägermaterial (Papier oder PET), auf dem das Etikett geliefert wird.
M
Matrix: Das Abfallgitter, das beim Stanzen um die Etiketten herum entsteht.
Migration: Das unerwünschte Wandern von Stoffen (z.B. Weichmacher oder Farbe) durch das Etikett.
N
NFC: Near Field Communication – Chip im Etikett zur drahtlosen Datenübertragung.
No-Label-Look: Optik, bei der das Etikett auf dem Behälter unsichtbar wirkt.
O
Opazität: Die Blickdichte des Obermaterials (wichtig zum Überkleben).
Offsetdruck: Indirektes Druckverfahren für höchste Detailgenauigkeit.
P
PE / PP / PET: Gängige Kunststoffe (Polyethylen, Polypropylen, Polyester) für Folienetiketten.
Pantone: Internationales Farbsystem für exakt definierte Sonderfarben.
Q
Qualitätssicherung: Überprüfung der Produktion mittels 100%-Kamerainspektion.
R
Release-Wert: Die Kraft, die nötig ist, um das Etikett vom Träger abzuziehen.
RFID: Radio-Frequency Identification – Funkchip zur kontaktlosen Identifikation.
S
Sandwich-Etikett: Mehrlagiges Etikett, bei dem die obere Lage abgezogen werden kann.
Siebdruck: Druckverfahren für sehr dicken Farbauftrag (haptisch spürbar).
T
Thermochrom: Farben, die bei Temperaturwechsel ihren Zustand ändern.
Trapping: Überlappung von Farben in der Druckvorstufe zur Vermeidung von Blitzern.
U
UV-Härtung: Sekundenschnelles Trocknen der Farben durch UV-Licht-Polymerisation.
V
Veredelung: Aufwertung des Etiketts durch Lacke, Folien oder Prägungen.
Void-Effekt: Sicherheitsmerkmal, das beim Abziehen den Schriftzug "VOID" hinterlässt.
W
Wollskala: Messskala (1-8) für die Lichtechtheit von Pigmenten.
Wash-off: Klebstofftechnologie für die einfache Trennung im Recyclingprozess.
X
X-Rite: Bekannter Hersteller von Farbmessgeräten für die Qualitätssicherung.
Y
Yield (Ertrag): Effizienzgrad der Materialausnutzung in der Produktion.
Z
Zeilenkamera: Hochgeschwindigkeits-Kamera zur 100%-Inline-Kontrolle der Druckqualität.