Tiefdruck-Technologie
Analyse: Das Rakelsystem und die Zylindergeometrie in der Mechanik und Fluid-Physik
1. Der Tiefdruckzylinder & Mikrostruktur
Das Herzstück ist der formstabile Zylinder mit hochpräziser Rasterung. Die Farbsättigung wird direkt durch das Volumen der gravierten Näpfchen gesteuert. Beim Rotationsprozess flutet das Farbwerk diese Vertiefungen vollständig mit der zugeführten Farbe.
Vollständige Flutung der gravierten Näpfchenstruktur.
Präzise Wiedergabe durch variables Gravurvolumen.
Formstabile Basis für höchste Laufgeschwindigkeiten.
Präzision am Rakelblatt
Ein präzise geführtes Rakelblatt streift überschüssige Farbe von den Stegen ab. Nur in den Näpfchen verbleibt das für den Druck benötigte Medium.
Optimiertes Spielmaß
Das Rakelmittelspiel verhindert Schwingungen und Rakelstreifen, während Anstellwinkel und Druck die Schichtdicke definieren.
3. Physikalisch-chemische Parameter
- Rheologie: Exakte Viskosität verhindert "Missing Dots" und sichert das Fluten bei High-Speed.
- Benetzung: Energetisches Gefälle zwischen Zylinder, Farbe und Substrat sichert den Transfer.
- ESA-Unterstützung: Elektrostatik hilft der Farbe, aktiv zum Substrat aufzusteigen.
- Kapillarwirkung: Im NIP sorgt der Pressdruck für den finalen Farbübergang aus dem Näpfchen.
4. Analyse technischer Fehlerbilder
| Fehlerbild | Technische Ursache | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Rakelstreifen | Schmutz/Abrieb unterm Blatt. | Filtration & Geometrie prüfen. |
| Missing Dots | Mangelnde Kapillarwirkung. | ESA-Einsatz, Viskosität senken. |
| Spritzen (Spitting) | Fliehkräfte bei High-Speed. | Rakelwinkel steiler stellen. |
Vermeidung von Rakelausbrüchen
Materialermüdung durch falsches Rakelmittelspiel führt zu Ausbrüchen. Eine 100% exakte Justierung des Anpressdrucks und die Prüfung der Stahlqualität sind prozesskritisch.