Labor- & Kryotechnik
Präzision am Gefrierpunkt: Kennzeichnungslösungen für extreme Tiefsttemperaturen
Branchen-Expertise
In der medizinischen Forschung und Bio-Banken müssen Proben über Jahrzehnte sicher identifizierbar bleiben – oft bei Temperaturen von **-196°C in flüssigem Stickstoff**. Herkömmliche Etiketten würden bei diesen Bedingungen sofort verspröden und abfallen. Kryogene Etiketten bestehen aus hochflexiblen Spezialfolien und Klebstoffen, die auch bei Schockfrostung ihre elastischen Eigenschaften behalten. Zudem müssen sie beständig gegen aggressive Desinfektionsmittel und organische Lösungsmittel sein, die im Laboralltag zur Reinigung oder Fixierung eingesetzt werden.
Technisches Datenblatt: Cryo-Standard
| Spezifikation | Details |
|---|---|
| Obermaterial | Kryo-Spezialfolie (dünn, hochflexibel, weiß-matt) |
| Klebstoff-System | Tieftemperatur-Acrylat (Low-Temp Adhesion) |
| Temperaturbereich | -196°C bis +121°C (autoklavierbar) |
| Besonderheit | Überlappungsschutz ("Wrap-around") zur Barcode-Sicherung |
Glasübergangstemperatur (Tg)
Klebstoffe verhalten sich physikalisch wie unterkühlte Flüssigkeiten. Unterschreitet die Temperatur die sogenannte Glasübergangstemperatur (Tg), wird der Klebstoff glasartig spröde und verliert seine Haftkraft (Adhäsion). Kryo-Klebstoffe sind molekular so aufgebaut, dass ihre Tg weit unterhalb der von Standard-Acrylaten liegt. Dadurch behält das System selbst bei ultrakalten Bedingungen eine Restflexibilität, die das Abplatzen vom Probenbehälter verhindert.