Logistik-Etiketten
Das Gehirn des Warenstroms: Wie Kennzeichnung globale Lieferketten steuert
Der globale Standard: GS1 & SSCC
Das GS1-konforme Palettenetikett ist das wichtigste Dokument in der Logistik. Der SSCC (Serial Shipping Container Code) ist eine weltweit einmalige 18-stellige Nummer zur Identifikation von Versandeinheiten.
Aufbau eines DIN A5 Logistiketiketts:
- Oberer Teil: Klartext-Daten (Absender & Empfänger).
- Mittlerer Teil: Artikeldaten, Menge, Charge und MHD.
- Unterer Teil: GS1-128 Barcodes zur maschinellen Erfassung aller Daten.
CEP-Labels (Paketdienste)
Labels von DHL, UPS oder FedEx nutzen Routing-Codes zur automatischen Sortierung und Maxicodes (2D) für extrem schnelle Scans auf Förderbändern.
Gefahrgut (GHS/ADR)
Diese Etiketten müssen oft den BS5609-Seewassertest bestehen (3 Monate lesbar im Meerwasser). LQ-Rauten kennzeichnen gefährliche Güter in begrenzten Mengen.
Lagerplatz- & Regalkennzeichnung
Scans aus bis zu 15m Entfernung.
Flexibel für wechselnde Lagerplätze.
Extrem strapazierfähig & überfahrbar.
Material & Druck
Meist Thermotransfer (langlebig, Außenbereich) oder Thermodirekt (günstig, Versandlabels). Klebstoffe reichen von permanent über tiefkühlfest (-30°C) bis hin zu ablösbaren Varianten für Mehrwegbehälter.
Intelligente RFID-Labels
Nutzen Funkwellen statt Sichtkontakt. Ermöglichen Bulk-Scanning (ganze LKW-Ladungen gleichzeitig) und eine Echtzeit-Inventur beim Durchschreiten von RFID-Gates.
Effizienz durch Standardisierung
In der Logistik entscheidet die Maschinenlesbarkeit über den Profit. Ein unlesbares SSCC-Label oder ein falsch gewählter Klebstoff bei Tiefkühlware führt sofort zu teuren manuellen Eingriffen und Lieferverzögerungen. Die Wahl des richtigen Druckverfahrens und Materials ist hier rein prozesskritisch.